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Einkauf gewinnt an strategischer Bedeutung - FoFamU lud ein zum „Unternehmerdialog“

„Chefsache Einkauf“ lautete der treffende Titel des Fachvortrags, der im Mittelpunkt einer weiteren Veranstaltung der Reihe „Unternehmer-Dialog“ stand. Ausgerichtet wurde diese von der Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth (FoFamU) in Kooperation mit der Betriebswirtschaftlichen Forschungsstelle für den Mittelstand BF/M. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am 5. Juli 2016 bei der vfm Versicherungs- & Finanzmanagement GmbH der Familie Liebig in Pegnitz.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen ist ein Zusammenschluss von 24 Lehrstühlen der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. „Wir haben damit einen Know-How-Pool aufgebaut, der allen hilft, die Fragen zu Familienunternehmen haben“, so Dr. Michael Hohl von der FoFamU. Mit zahlreichen Veranstaltungen in der Region suche man den direkten Kontakt zur mittelständischen Wirtschaft, um diese bestmöglich unterstützen zu können.

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Compliance in Familienunternehmen

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth veranstaltete in Kooperation mit CMS Hasche Sigle und KPMG am 28. Juni 2016 einen Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Compliance in Familienunternehmen“ im Münchener Herrenclub.

Prof. Dr. Kay Windthorst, Geschäftsführender Direktor der FoFamU, begrüßte die über 70 Teilnehmer, darunter zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer und führte in das Thema „Compliance“ ein. Prof. Dr. Windthorst skizzierte die grundlegende Herausforderung, diesem Begriff konkrete Konturen zu verleihen. Hierbei betonte er, dass Compliance gerade auch für Familienunternehmen von großer Bedeutung sei und es wichtig wäre, dass diese sich weiterhin mit dem Thema befassten.

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Windthorst die Referentin, Frau Prof. Dr. Nina Nestler von der Forschungsstelle für Familienunternehmen, der Moderator der nachfolgenden Diskussionsrunde, Herrn Rüdiger Köhn, Wirtschaftsredakteur der F.A.Z., sowie die Diskutanten Herrn Dr. Harald Potinecke, Partner bei CMS Hasche Sigle, Herrn Alexander Schröder, Chief Risk & Compliance Officer bei der Axel Springer AG und Herr Volker Zieske, Partner bei KPMG.

Der Impulsvortrag von Prof. Dr. Nina Nestler zum Thema „Compliance in Familienunternehmen“ bildete die Basis für die Diskussionen des Abends. Prof. Dr. Nestler erörterte am Beispiel eines fiktiven mittelständischen Logistikunternehmens die unterschiedlichen Sichtweisen über Compliance in Familienunternehmen. Das Beispiel zeigte, dass die Geschäftsführung auch bei bestehenden Compliance-Systemen haftbar sein kann und bestehende Systeme deswegen regelmäßig überprüft werden müssen. Frau Prof. Dr. Nestler argumentierte, dass Compliance-Mechanismen und Herausforderungen anhand des konkreten Einzelfalls betrachtet werden müssten, um Compliance-Risiken zu minimieren. Sie sprach sich gegen die verbreitet anzutreffenden Verallgemeinerungen aus.

Herr Köhn moderierte die anschließende Diskussion und stellte gemeinsam mit den Diskutanten die Herausforderungen und Empfehlungen heraus.

Dr. Potinecke betonte, dass viele Familienunternehmen sich der Herausforderung von Compliance bewusst seien, kleinere Unternehmen jedoch häufig Schwierigkeiten bei der Umsetzung hätten, da sie keine eigenen Compliance-Kräfte beschäftigen könnten. Hinzu komme, dass ein Gründer-Fokus innerhalb der Familienunternehmen die Etablierung eines effektiven Compliance-Systems behindern könne. Er empfahl eine Kultur der Kommunikation zu pflegen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gezielte Schulungen für die Compliance-Problematik zu sensibilisieren.

Prof. Dr. Nestler diskutierte die Probleme gegensätzlicher internationaler Handelsrichtlinien und Normen. Sie betonte, dass die Kommunikation mit den relevanten Behörden sowie eine Risikoabwägung ausschlaggebend für die Unternehmen seien. Mittelfristig sei die Politik in der Pflicht, diese Fälle zu beheben.

Herr Zieske skizzierte die Ansatzpunkte einer internen Compliance-Risikoanalyse. Hierfür seien die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Personal und Buchhaltung entscheidend, da dort die meisten potenziellen Compliance-Verstöße auftreten und aus dieser Erkenntnis die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden könnten. Er betonte die Wichtigkeit von Compliance für Familienunternehmen, da Compliance einen Wettbewerbsvorteil bedeuten könnte und ein Reputationsverlust in regionalen und internationalen Märkten eine Gefahr für Unternehmen darstelle.

Herr Schröder erörterte die praktischen Vorteile des Compliance-Managements. Dieses werde unternehmsintern als problemlösend wahrgenommen und schaffe die Möglichkeit, mit Unternehmen zu kooperieren, die compliancekonformes Verhalten verlangen.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum verlief sehr lebhaft und ertragreich, weil die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer spezifische Fragen aus Sicht ihrer Unternehmen stellten.

Beim abschließenden Empfang im Salon des Herrenclubs ergaben sich weitere interessante Gespräche und angeregte Diskussionen.

Gelungene Kooperationsveranstaltung zu Compliance von Universität Bayreuth und IHK Bayreuth

Das Thema „Compliance in Familienunternehmen und im Mittelstand“ aus rechtlicher und betriebswirtschaftlicher, aus Praxis- und Wissenschaftssicht zu beleuchten - diesen übergreifenden Ansatz hatte die Kooperationsveranstaltung von Universität Bayreuth (Forschungsstelle für Familienunternehmen - FoFamU) und der IHK.

Die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner unterstrich in ihrer Begrüßung das gute Miteinander von FoFamU mit ihrem Geschäftsführer Dr. Michael Hohl und dem geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Kay Windthorst und der IHK. Dass es hervorragender Führungsqualitäten bedarf, um eine Compliance-Strategie im Unternehmen zu verankern, zeigte Gabriele Hohenner anschaulich und eingängig an einem zeitlos aktuellen Beispiel aus dem römischen Reich. Der Feldherr Julius Cäsar, dem es mit einer psychologisch geschickten und brillianten Rede gelang zu motivieren und Ängste zu zerstreuen, wäre ein geborener „Head of Compliance“ gewesen. In der heutigen Zeit seien diese Fähigkeiten genauso gefragt wie vor 2.000 Jahren - gerade auch in Familienunternehmen, in denen der Chef mit seiner Familie für die Werte des Unternehmens steht und sie direkt beeinflusst. 

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Pressemitteilung zur Veranstaltung vom 28. Januar 2016

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth (FoFamU) legte am 28. Januar 2016 in Bayreuth einen sehr gelungenen Start für die Internationale Vortragsreihe „Familienunternehmen: Chancen und Herausforderungen“ hin, die in Kooperation mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. und der Wirtschaftsuniversität Wien veranstaltet wird.

Prof. Dr. Jessica Schmidt, Direktorin der FoFamU, begrüßte hierzu rund 200 Unternehmerinnen und Unternehmer, Professoren und Studierende an der Universität Bayreuth und stellte die exklusive Vortragsreihe der drei Institutionen vor.

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