Unternehmerdialog bei der W. Markgraf GmbH & Co KG

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Die Forschungsstelle für Familienunternehmen (FoFamU) der Universität Bayreuth veranstaltete am 18. April den ersten Unternehmerdialog des Jahres 2018.

Rund vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen im neuen Betriebsrestaurant, dem „Kulinarium“, des Firmensitzes der W. Markgrafen GmbH & Co KG. in Bayreuth zusammen.

Nachdem die Gäste sich bei Fingerfood und einem Aperitif bereits auf den Abend einstimmen konnten, begrüßte der Geschäftsführer der FoFamU, Dr. Michael Hohl, die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer. Er stellte kurz die Arbeit der FoFamU und ihr Leistungsangebot vor und informierte über die regelmäßige Unternehmerdialog-Reihe.

Zunächst erhielten die Anwesenden durch Susanne Merkl einen Einblick in das Unternehmen. Dieses wurde 1932 in Eger gegründet. Mittlerweile ist die Gesellschaft mit ca. 950 Mitarbeitern in ganz Deutschland und in acht weiteren europäischen Ländern tätig. Mit ihrem Konzept „Kommunikation und Miteinander“ können sie immer wieder neue, junge Leute für ihr Team gewinnen. Das Familienunternehmen möchte auch nach dem plötzlichen Tod von Rainer W. Markgraf durch Innovation und stetige Weiterentwicklung ihre Ziele erreichen.

Im Jahr 2014 gründete Rainer W. Markgraf die „Rainer Markgraf Stiftung“, damit das Unternehmen zum einen langfristig finanziell abgesichert ist, zum anderen um Projekte in Oberfranken und der Oberpfalz zu unterstützen. Es besteht ein enges Miteinander zwischen Stiftung und Unternehmen, die das Lebenswerk der Familie Markgraf in deren Interesse weiterführen möchten.

Nach der Einführung in das Unternehmen und ihrer Stiftung hielt Prof. Dr. André Meyer, LL.M., Lehrstuhlinhaber für Bürgerliches Recht und Steuerrecht, Gesellschafts- und Bilanzrecht an der Universität Bayreuth, einen Vortrag zum Thema "Neuere Entwicklungen bei der steuerlichen Abziehbarkeit von Aufwendungen mit Berührungspunkten zur privaten Lebensführung".

Zum Einstieg in die Thematik problematisierte Professor Meyer anhand aktueller Rechtsprechung die Frage, ob Aufwendungen eines Arbeitnehmers für die berufliche Nutzung (Dienstreisen) seines selbst gesteuerten Privatflugzeugs als Werbungskosten abzugsfähig sind. Er informierte die Anwesenden über steuerrechtliche Grundlagen und Abzugsverbote von unternehmerischen Aufwendungen, sowie über Abzugsproblematiken bei gemischten Veranlassungen. Dies wurde anhand von weiteren Urteilen des Bundesfinanzhofes verdeutlicht.

Bei den anschließenden Fragen an den Professor und die Stiftungs- und Unternehmensvertreter, zeigten die Unternehmerinnen und Unternehmer reges Interesse. Beim abschließenden Get-together bestand die Möglichkeit für weiterführende Gespräche und zum Netzwerken.

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